Kunstausstellung 2015: "Zwischen Welten"

Die zweite große Kunstausstellung Ende Mai bis Ende Juli 2015 in der historischen Mönchmühle verband thematisch die Vergangenheit auf wunderbare Weise mit der Gegenwart. Den Spuren der Zisterzienser Mönche folgend, erarbeiteten die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler aus Berlin ein aktuelles Mysterienspiel. Wie in einem mittelalterlichen Panorama stellten sie sich den Themen Himmel, Erde und Hölle und dazu kam der Bezug zu den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde. Dem Titel der Exposition "Zwischen Welten" sahen sich alle acht Künstler verpflichtet. Die sehr spezielle Sicht auf unsere gegenwärtige Welt übersetzten die Künstler in die Sprache der Fotografie und Skulptur. Das Anliegen, sich den Visionen des mittelalterlichen Weltbildes zu stellen, zeigte den Besuchern eine beeindruckend sinnliche und gedankliche Wahrnehmungsarbeit. Gut, dass auch ein Ausstellungsblatt von den Künstlern erarbeitet wurde, so konnte man den Intentionen der Bildsprache folgen.

Das Rauschen des Wassers in einer Wassermühle war auf der Ebene Erde/Wasser im 2. Stock sogar akustisch vorbereitet worden. Dazu sahen die Besucher Wasser- und Wellenfotografien auf Stoff von Karl Böttcher. Er hielt die Wellenenergie im Bild und auf Karteikarten fest. Ein Moment des Innehaltens der Wasserbewegung vermittelten auch die Skulpturarbeiten aus Marmor und Porzellan von Andrea Brabetz.

Angela Kröll und Sylvia Forsten nahmen sich thematisch dem Erdboden an, von den Reisfeldern Senegals bis zum formalisierten Linienspiel auf Straßen und Sportplätzen. Die Bilder zum Thema Hölle/Feuer im 1. Stock von Barbara Oehler und Ursula Kelm bezogen sich auf die alltägliche Gewalt und die Kriegsbilder der Medienwelt. Aber auch buddhistische Höllenvorstellungen auf schmelzende arktische Eisblöcke projiziert, gaben "höllische" Einblicke. Beruhigend war, dass die Ausstellung im Himmel/Luft im 3. Stock eröffnet wurde. Vor dem weiten Himmel Mexikos von Susanne Czichowski und den Wolkenbildern aus himmlischer Perspektive von Frank-Rüdiger Berger sang der Gitarrist und Sänger Bernd Rose aus Schildow Leonhard Cohen`s "Hallelujah". Die Besucher der Vernissage sangen lustvoll mit. Die Zisterzienser Mönche hätten ihre Freude an diesem symbolischen Spiel gehabt.

 

 

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