Die Mönchmühle

Neu seit 2013: Saalvermietung - bei Interesse Infos unter diesem Link

Die Mönchmühle ist eine der ältesten Wassermühlen Brandenburgs. Sie liegt in der Gemeinde Mühlenbecker Land an der Mönchmühlenallee, die die Ortsteile Mühlenbeck und Schildow verbindet.

Muehlengebäude

Fließ mit Wehr an der Mönchmühle

Erbaut wurde sie vermutlich um 1230 von Zisterzienser – Mönchen des Kloster Lehnin. Urkundlich belegt ist, dass das Kloster Lehnin durch Tausch im Jahre 1242 das Dorf Schönerlinde im Niederbarnim nebst dazugehöriger Wassermühle als Besitztum erhielt. In dieser Zeit entstand zur Bewirtschaftung der Barnimer Güter des Klosters an der viel befahrenen Heerstrasse auf der Feldmark zwischen Schönerlinde und Buchhorst der Schönerlinder Wirtschaftshof des Klosters, zu dem auch die Mönchmühle gehörte. Vom Schönerlinder Hof aus verwalteten die Zisterzienser die Klosterdörfer Schönerlinde, Basdorf, Klosterfelde und Wandlitz.

Etwa 250 Jahre wurde die Mönchmühle von den Zisterzienser – Mönchen bewirtschaftet. Sie verkauften die Mühle endgültig im Jahre 1517 (wie vorher auch den Wirtschaftshof), seit dieser Zeit führten private Unternehmer den Mühlenbetrieb. Die Zeit der Mönche war vorbei, aber der Name ist bestehen geblieben (Reinhardt Wittig). 1948 wird die Mühle nach der Enteignung Volkseigentum und arbeitet als VEB Mönchmühle bis zum Frühjahr 1973. Dann wird der Mühlenbetrieb endgültig beendet, zu einer Zeit, als die alte Mühlentechnik in Deutschland längst ausgedient hat und moderne, leistungsfähigere Mühlen das Bild zu beherrschen beginnen. Nach über 780-jährigem Betrieb stehen seitdem die Räder still.

Witterungsbedingter Verfall und Vandalismus haben dem ehrwürdigen Anwesen schwer geschadet. Unter dem Motto: „Die alte Mühle darf nicht untergehen“ fanden sich engagierte Bürger, vor allem aus dem Mühlenbecker Land, zusammen und gründeten am 31.03.2004 den Förderverein „Historische Mönchmühle“ e. V., Gründungsvorsitzender Reinhardt Wittig aus Schildow. Der Verein will den weiteren Verfall der Mühle aufhalten bzw. stoppen und längerfristig die Mühle zu einem kulturellen Zentrum im Mühlenbecker Land ausbauen. Leitschnur bleibt, dass die wechselvolle Geschichte der Mönchmühle eng mit der Entwicklung der heutigen Ortsteile der Gemeinde Mühlenbecker Land verbunden ist und sie wieder ihrer Rolle als beachtenswertes Denkmal und Kommunikationszentrum der Region gerecht werden soll!

Das Mühlenensemble ist malerisch am Tegeler Fließ gelegen. Zur Nutzung des Fließes
als notwendige Wasserreserve für einen konstanten Mahlbetrieb hatten die Mönche vor dem Hauptgebäude einen Staudamm errichtet. Auf dessen Dammkrone wurde später die Strasse angelegt, die vor dem Mühlengebäude vorbei zum Wirtschaftshof nach Schönerlinde sowie nach Schildow und Mühlenbeck führt. Das Ensemble selbst besteht aus dem Hauptgebäude mit wenigen Resten einer Turbinen- bzw. Motor getriebenen Mahlanlage, dem Saalgebäude der früheren Gaststätte und verschied

enen Hofgebäuden. Interessierte Bürger können die Mühle u. a. am Deutschen Mühlentag oder zum Mühlenbecker Mönchmühlenfest (Tag des offenen Denkmals) besuchen. In den Sommermonaten lädt der Förderverein an den Sonntagnachmittagen Touristen zu einer erquicklichen Rast ein.

Zusammengestellt nach den vom Förderverein Historische Mönchmühle herausgegebenen Heften:
„Die historische Mönchmühle“ , 2005 und „Zisterzienser, Mühlen, Mühlentechnik“, 2009.

Übersicht zu den Baumaßnahmen auf dem Mühlengelände

Hier finden Sie einen detailierten geschichtlichen Abriss zur Mönchmühle

Hier finden Sie das Möchmühlenlied - mp3-Version zum Download
Gesungen vom ERK-Männer-Vokal-Ensemble unter der Leitung von Michael Uhl

Hier finden Sie Informationen zur Technik der Möchmühle

 

-> zur Startseite (home)